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Schul-News

Theaterprojekt mit Frau Ruis und den Drittklässlern

Die Drittklässler der Grundschule Wüsten zeigen Gefühle

„Löwenherzen weinen nicht“ von Martin Baltscheit diente den Schülerinnen und Schülern als Grundlage für ihre ganz persönliche Inszenierung.

Zum zweiten Mal konnte mit Hilfe des Landesprogrammes Kultur und Schule und durch die erneute Unterstützung des schuleigenen Fördervereines die Theaterpädagogin Christine Ruis für ein ganz besonderes Projekt an die Wüstener Grundschule eingeladen werden. Die dritten Klassen probten drei Wochen lang unter ihrer Leitung und spielten in wechselnden Rollen die ausgewählte Lektüre mit ihren wichtigen Kernaussagen nach. Kein Skript, kein Auswendiglernen von Textpassagen, sondern das Lesen, Nachempfinden und freie Sprechen des Stückes waren hierbei methodische Zugänge. Die Ergebnisse waren humorvoll und ließen alle Schülerinnen und Schüler über sich hinauswachsen. Davon konnten sich bei der abschließenden Aufführung auch die Eltern überzeugen. Als sich der lebendige Vorhang öffnete, folgten die Zuschauer ganz gespannt dem erklingenden Rhythmus. Die schöne Löwin wünschte sich einen Löwen, der Gefühle zeigen konnte. Das kleine Krokodil unterstützte den Löwen tatkräftig auf seiner Suche nach Gefühlen. Auch ein altbekanntes Märchen wurde aufgegriffen. Das Krokodil verschlang die Großmutter und das böse Mädchen, weil es eben das tat, was hungrige Krokodile tun: „Sie fressen alte Dinge.“ Aber auch die vielfältigen Versuche des Krokodils halfen dem Löwen nicht weiter. Die Schauspieler kitzelten, bissen und verschlangen letztendlich den Löwen. Doch Gefühle hatte er immer noch keine. Der Löwe konnte weiterhin nur brüllen und Zähne zeigen. Erst der scheinbar endgültige Abschied der Löwin ließ einen hellen Tropfen die Wangen des Löwen hinunterkullern und seine Mähne ganz nass werden…  

Innerhalb dieses Projektes wurde den Schülerinnen und Schülern ein neuer Zugang zur Literatur ermöglicht. Die Klassenlehrinnen Frau Oehlmann und Frau Nähler konnten kaum glauben, auf welche ganz andere Weise sie ihre Schülerinnen und Schüler erlebten. Die Theaterpädagogin Frau Ruis erreichte es, dass die Kinder die Lust am freien Sprechen entdeckten, mit dem ganzen Körper sprechen lernten und ihr Selbstbewusstsein stärkten. Auch die Kinder waren begeistert und erkannten zudem ganz andere Erfolge. So sagten Hannah und Mia aus der 3b: „Wir haben gelernt, zusammen zu planen und zu arbeiten. Das Projekt war gut für die Gemeinschaft.“ Beide Klassen waren sich einig - Dieses Projekt muss es im kommenden Schuljahr für die neuen Drittklässler wieder geben.